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Motorrad Fahrverbot – Nein Danke! Rücksicht und Respekt sind Treiber zum Glück!

Ein Motorrad Fahrverbot ist nicht der richtige Weg. Wir haben umfangreiche Gesetze, die bereits für eine erträgliche Lärmbelastung sorgen. Es reicht absolut aus, wenn durch strengere Kontrollen Krachsünder gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist auch nicht Zielführend, Hetzkampagnen gegenüber Motorradfahrer zu betreiben.

Der Trieb zur Individualisierung

Ich bin absoluter Harle- Davidson-Fan. Ich fahre seit vielen Jahren und bin regelmässig auf großen Harley Events. So Gruppen führen zwangsläufig zu einer unbeabsichtigten Dynamik. Jeder zeigt sein Bike, spricht über Neuerungen und was man wieder alles so neu angebaut hat. Es gibt ja bei der Individualisierung nahezu keinerlei Grenzen. Du erlebst die tollsten Dinge und wunderbarsten Erscheinungen. Es macht schon große Freude sich das alles anzusehen. Es macht auch Spass, wenn man betrachtet wie sich sein eigenes Bike sich so entwickelt.

Einmal begonnen ist es wie eine Sucht

Es ist irgendwie wie beim ersten Tattoo. Ich habe fast 50 Jahre gewartet, bis ich mich zum ersten Tattoo überwunden habe. Aber jetzt denke ich bereits ein paar Wochen später, über ein nächstes nach. Wenn wir einmal etwas positives erlebt haben, dann streben wir danach es wieder zu erleben. Wir wollen mehr, wir geben uns nicht mit dem Vorhandenen zufrieden. Der Mensch strebt ständig nach Entwicklung. Genau so verhält es sich mit dem Motorrad, wenn du einmal mit Umbauten begonnen hast, dann überlegst du bereits, was du als nächstes wohl machen könntest, bevor du mit dem Aktuellen überhaupt fertig bist.

Motorrad Fahrverbot

Auch der Sound muss mit

Dieser Drang, die Entwicklung voranzutreiben wirkt sich nicht nur auf die Optik aus. Logischerweise gehört auch die richtige Soundanlage dazu. Hiermit meine ich den Auspuff. Eine richtige Harley muss man hören und das ordentlich. Je lauter um so besser. Das wird dann bei den Veranstaltungen zu einem regelrechten Wettkampf, wer hat den nun die lauteste. Da will natürlich niemand zurück stehen. Ich auch nicht. Also immer weiter und immer höher.

Das Scheuklappen-Prinzip

Was man in dieser Euphorie nur zu schnell vergisst, ist die Umwelt. Man nimmt selber garnicht wahr, dass es Menschen gibt, welche diesen klingenden Klang als Krach bezeichnen. Wir befinden uns im Scheuklappen-Prinzip. Menschen, die sich durch das knattern der Motorräder am Wochenende gestört fühlen. Klar, Menschen in einigen ländlichen Regionen hören nicht ein einzelnes Gefährt, sondern von Freitags Morgens bis Sonntags Abends, teils tausende von Sonnigen Maschinen, welche sich in der Menge zu einem fast unerträglichen Summen addieren. Wenn man sich in diese Lage versetzt, dann kann man die Forderung des Motorrad Fahrverbot leicht nachvollziehen.

Nicht nur die schwarzen Schafe verursachen Lärm

Natürlich sind es oft nur einige schwarze Schafe, die ihr Maschinen zusätzlich noch manipulieren um der Lautstärke noch etwas mehr Nachdruck zu verschaffen. Aber auch schon das Ausnutzen der Gesetzesgrenzen führt doch an den Obergrenzen bereits zu deutlichen Lärmausschüttungen. Ja, der Sound gehört für viele zur Leidenschaft einfach dazu. Jedoch ist es wie bei vielen im Leben, ist ist auch einfach eine Gewohnheit, jede Gewohnheit lässt sich verändern.

Umstände verändern sich – Motorrad Fahrverbot vermeiden

Mir liegt es am Herzen, dass wir auch in vielen Jahren noch unserem Hobby, des Motorradfahrern nachgehen können. Damit möglichst keine Fahrverbote ausgesprochen werden und dazu wird es irgendwann kommen (wenn sich nichts ändert), ist es notwenig jetzt zu regieren. Unsere Leben und die Lebensumstände verändern sich. Wir werden mehr Menschen und wir werden mehr Motorradfahrer. Die Besiedlung wird enger und wir alle streben nach ein wenig Ruhe in unseren Lebensbereichen. Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt uns anzupassen um das Motorrad-Fahrverbot zu vermeiden.

Veränderung bedeutet auch mutig sein

Ich selber liebe den Sound von meiner Harley und für mich war es eine echte Überwindung den Auspuff zurück zu bauen. Es dauert wirklich eine ganze Zeit, bis ich mich an den „leisen“ Sound gewöhnt habe. Aber auch beim Auto hat es eine ganze weile gedauert, bis ich mich an die Stille des Elektromotors gewöhnt habe. Veränderung braucht Zeit. Zeit bis sie sich zur Gewohnheit entwickelt. Ich weis, dass nicht jeder mitmacht, das ist auch nicht schlimm, denn jeder der Nachzieht ist einer mehr, der dafür sorgt, dass wir noch Jahrzehnte beruhigt Motorrad fahrer können. Und mal ehrlich, ist das bisschen weniger Sound es nicht wert, dass sich Andere ein bisschien besser fühlen.

Der Zeigefinger der Kritiker

Naklar, jetzt kommen sie gleich wieder die Kritiker. Da gibt es ja die Rasenmäher, die Laubbläser, Heckenscheren, die Traktoren usw. die auch unerträglichen Lärm machen. Es ist nicht Lösungsorientiert auf andere zu schauen. Schauen wir auf das was wir optimieren können. Das Andere ist ein eigenes Thema. Selbstverständlich, sollte auch da dran gearbeitet werden, aber dass interessiert in dem Zusammenhang erst mal nicht. Ausserdem Mäht der Nachbar mal ne Halbe Stunde und nicht von Freitag Morgen bis Sonntag Abend. Am Sonntag mäht und sägt zumindest bei uns keiner. Da nimmt jeder einfach ein Stückchen Rücksicht auf den Nachbarn und überleg,t wann er die Krachkurbel anschmeisst.

Erstmal sollen alle anderen mit Veränderung anfangen und bevor es der Nachbar nicht tut, tue ich es auch nicht. So kommen wir doch nicht von der Stelle. Es geht doch nicht um die Anderen, es geht erst mal ganz alleine um uns. Wenn wir uns entwickeln und täglich versuchen ein bisschen besser zu werden, dann sind wir doch schon einen großen Schritt weiter.

Rücksicht und Verständnis verändern mehr als Motorrad Fahrverbot

Ja, ich bin absolut gegen ein Motorrad-Fahrverbot. Wir sollten alle unser hineinschauen und mit Rücksicht und Respekt durchs Leben gehen, dann können wir doch alle viel friedlicher, relexter und glücklicher leben. Wir leben alle auf der gleichen Welt und ein bisschen mehr Rücksicht und Verständnis macht das Leben für uns alle glücklicher. Manchmal ist es gut nicht immer auf sein Recht zu bestehen. Ja da kämpfen, wo es Sinn ergibt und wo man sich in seiner Freiheit eingegrenzt fühlt, aber gleichzeitig auch mal die andere Seite betrachten und prüfen ob es da nicht vielleicht auch noch eine zweite Sichtweise gibt.

Bitte verstehe diesen Artikel, als Beispiel, du kannst den genauso auf alle anderen Lebenslagen umlegen. Es gibt bei allem verschiedene Sichtweisen und das ist gut so. Nur ergibt es eben Sinn, sich auch mal in andere Sichtweisen zu versetzen.

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